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Gorleben-Veränderungssperren-Verordnung

Verordnung zur Festlegung einer Veränderungssperre zur Sicherung der Standorterkundung für eine Anlage zur Endlagerung radioaktiver Abfälle im Bereich des Salzstocks Gorleben

Gorleben VSpV

vom 25. Juli 2005 (BAnz. 2005 Nr. 153 S. 12385 ), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 7. Juli 2015 (BAnz. 2015 AT 21.07.2015 V1) geändert worden ist

(1) 1Zur Sicherung der Standorterkundung für eine Anlage zur Endlagerung radioaktiver Abfälle im Bereich des Salzstocks Gorleben wird ein Planungsgebiet festgelegt.
2Das Planungsgebiet liegt in den Gemarkungen Gorleben und Meetschow der Gemeinde Gorleben, der Gemarkung Laasche der Gemeinde Gartow, den Gemarkungen Brünkendorf, Pevestorf und Vietze der Gemeinde Höhbeck, der Gemarkung Ranzau der Gemeinde Lüchow, den Gemarkungen Dünsche, Gedelitz, Liepe, Marleben, Pannecke, Trebel und Vasenthien der Gemeinde Trebel sowie in der Gemarkung Gartow, Gemeindefreies Gebiet des Landkreises Lüchow-Dannenberg.
3Die Grenzen des Planungsgebiets sind aus der Übersichtskarte und der Flurübersichtskarte sowie aus den 37 Liegenschaftskarten in der Anlage zu dieser Verordnung ersichtlich.
4Die Grenzlinie beginnt bei Punkt 1, verläuft über die Punkte 2 bis 16 und endet wieder bei Punkt 1.
(2) Die in Absatz 1 Satz 4 genannten Punkte der Grenzlinie haben folgende Lage:
Punkt-Nr. Hochwert Rechtswert Flurstück-Nr. Flur Gemarkung
1 58 82 850 44 63 400 6/26 3 Pevestorf
2 58 81 270 44 61 500 42 4 Vietze
3 58 80 200 44 62 000 57/5 3 Brünkendorf
4 58 78 730 44 61 400 55/3 1 Laasche
5 58 77 870 44 60 650 39 4 Meetschow
6 58 76 150 44 58 800 6/1 3 Gartow, gemeindefreies Gebiet
7 58 74 350 44 54 100 116/1 2 Trebel
8 58 73 900 44 50 950 17/1 1 Vasenthien
9 58 73 950 44 50 100 237/2 1 Vasenthien
10 58 74 750 44 49 650 62/1 3 Ranzau
11 58 75 350 44 50 200 19 2 Pannecke
12 58 76 470 44 52 100 17/1 1 Dünsche
13 58 77 800 44 54 650 85 4 Gedelitz
14 58 79 930 44 57 200 309 5 Gorleben
15 58 81 000 44 58 250 10/3 10 Meetschow
16 58 82 200 44 60 050 87/5 2 Vietze
(1) 1Im Planungsgebiet dürfen in den in Absatz 2 festgelegten Gebieten die Standorterkundung erheblich erschwerende Veränderungen unterhalb einer Tiefe, gemessen ab der Geländeoberkante, von 50 Metern und im übrigen Planungsgebiet von 100 Metern nicht vorgenommen werden.
2Es wird vermutet, dass Veränderungen des Untergrunds unterhalb der in Satz 1 festgelegten Tiefen die Standorterkundung erheblich erschweren.
(2) 1Die Punkte der Grenzlinien der Gebiete, in denen erheblich erschwerende Veränderungen unterhalb einer Tiefe, gemessen ab der Geländeoberkante, von 50 Metern nicht vorgenommen werden dürfen, haben folgende Lage:
1.
Gebiet A:
Punkt-Nr. Hochwert Rechtswert Flurstück-Nr. Flur Gemarkung
1 58 76 950 44 56 700 7/1 1 Gartow, gemeindefreies Gebiet
2 58 76 950 44 56 880 1/2 10 Gorleben
3 58 76 820 44 56 880 7/1 1 Gartow, gemeindefreies Gebiet
4 58 76 820 44 56 700 7/1 1 Gartow, gemeindefreies Gebiet
2.
Gebiet B:
Punkt-Nr. Hochwert Rechtswert Flurstück-Nr. Flur Gemarkung
1 58 76 280 44 54 340 11 3 Marleben
2 58 76 280 44 54 600 15/1 3 Marleben
3 58 76 150 44 54 600 17 3 Marleben
4 58 76 150 44 54 340 46 3 Marleben
3.
Gebiet C:
Punkt-Nr. Hochwert Rechtswert Flurstück-Nr. Flur Gemarkung
1 58 76 600 44 56 210 7/1 1 Gartow, gemeindefreies Gebiet
2 58 76 600 44 56 510 7/1 1 Gartow, gemeindefreies Gebiet
3 58 76 350 44 56 510 7/1 1 Gartow, gemeindefreies Gebiet
4 58 76 350 44 56 210 7/1 1 Gartow, gemeindefreies Gebiet
Die Grenzlinien der Gebiete A bis C sind aus den Karten in der Anlage zu dieser Verordnung ersichtlich.
2§ 1 Abs. 1 Satz 4 findet entsprechende Anwendung.
(3) Veränderungen, die in rechtlich zulässiger Weise vorher begonnen worden sind, Unterhaltungsarbeiten und die Fortführung einer bisher rechtmäßig ausgeübten Nutzung werden hiervon nicht berührt.
(4) Die §§ 9g und 23a des Atomgesetzes sind anzuwenden.
(1) Die in § 1 Abs. 1 Satz 3 sowie § 2 Abs. 2 Satz 2 genannten Karten werden von dem Bundesverwaltungsamt verwahrt.
(2) Ausfertigungen der in Absatz 1 genannten Karten können im Dienstgebäude des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstraße 128 - 130, 10117 Berlin, sowie im Dienstgebäude des Bundesamtes für Strahlenschutz, Willy-Brandt-Straße 5, 38226 Salzgitter, während der Dienststunden eingesehen werden.
1Das nach § 23a des Atomgesetzes zuständige Bundesverwaltungsamt erhebt Kosten (Gebühren und Auslagen) nach § 21 des Atomgesetzes und nach der Kostenverordnung zum Atomgesetz.
2Die Gebühr für Entscheidungen über Ausnahmen von der Veränderungssperre (§ 9g Abs. 4 des Atomgesetzes) sowie für Entscheidungen über Entschädigungen nach § 2 Abs. 4 beträgt 100 bis 50.000 Euro.
1Diese Verordnung tritt an dem Tag außer Kraft, an dem der Salzstock Gorleben nach § 29 Absatz 1 Satz 5 des Standortauswahlgesetzes aus dem Standortauswahlverfahren ausgeschlossen wird, spätestens mit Ablauf des 31. März 2017.
2Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gibt in den Fällen des § 29 Absatz 1 Satz 5 des Standortauswahlgesetzes den Tag des Außerkrafttretens im Bundesanzeiger bekannt.
3Schlussformel
Der Bundesrat hat zugestimmt.